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Bertrandt halten


10.09.2002
LB Baden-Württemberg

Achim Wittmann, Analyst der Landesbank Baden-Württemberg (LBBW), bewertet die Bertrandt-Aktie (WKN 523280) mit "halten".

Auch wenn das vierte Quartal gegenüber dem traditionell schwächeren dritten Quartal Umsatz- und Ertragssteigerungen bringen dürfte, bleibe der kurzfristige Ausblick aufgrund der fehlenden Belebung des Projektgeschäftes eher verhalten. Man reduziere daher die Gewinnschätzungen für das Geschäftsjahr 2001/02 bezüglich des operativen Ergebnisses von 10,5 Mio. Euro auf 10,0 Mio. Euro. Gegenüber dem Vorjahreswert entspräche dies einer Steigerung von 6,5%. Die Erwartungen für den Gewinn je Aktie reduziere man von 0,42 Euro auf 0,38 Euro.

Mit einer Fortsetzung der positiven Tendenz rechne man im Zusammenhang mit den ausländischen Niederlassungen. So gehe man von einer weiterhin aufsteigenden Tendenz in Frankreich und einer Geschäftsverbesserung in Spanien aus. Insgesamt dürfte jedoch auch in diesem Jahr das Auslandsgeschäft, das derzeit einen Umsatzanteil von rund 17% habe, negativ zum operativen Ergebnis beitragen. Trotz des derzeitig schwierigen Umfeldes halte man den Markt für externe Entwicklungsdienstleistungen nach wie vor für attraktiv.

Die für den Outsourcing-Trend maßgeblichen Gründe, wie die anhaltende Modellvielfalt bzw. die weitere Segmentierung der Produktpalette, hätten durch die jüngsten Ankündigungen der Hersteller neue Nahrung erhalten. So habe neben VW jetzt auch Opel eine Modelloffensive für die nächsten Jahre angekündigt. Audi wolle von den geplanten 11,5 Mrd. Euro Entwicklungskosten bis 2006 70% in neue Modelle fließen lassen. Was neue Produkttrends anbelange, so stünden derzeit sogenannte Crossover-Wagen, eine Kombination klassischer Kategorien wie Limousine, Kombi oder Coupe, ganz oben auf der Agenda.


Vor dem Hintergrund dieser Marktperspektiven sei man überzeugt, dass Bertrandt aufgrund seines Geschäftsmodelles im Zuge einer Belebung der Automobilkonjunktur wieder zu deutlich höheren Ertragszahlen zurückkehren könne. Die durchschnittliche operative Marge der vergangenen fünf Jahre habe bei 7,1%. Dass das Unternehmen bereits im nächsten Geschäftsjahr diese Marke wieder erreiche, halte man unter den gegebenen Rahmenbedingungen für eher unwahrscheinlich.

Man gehe vielmehr von einer Verbesserung der operativen Rentabilität auf 6,0% aus. Absolut entspreche dies einem EBIT von 15,5 Mio. Euro und damit einer Revision der vorherigen Schätzung von 16,3 Mio. Euro. Den erwarteten Gewinn je Aktie für das Geschäftsjahr 2002/03 reduziere man von 0,70 Euro auf 0,61Euro.

Bertrandt habe mit seinen Zahlen für die ersten neun Monaten zwar leicht unter den Erwartungen gelegen. Dennoch habe sich das Unternehmen in dem derzeit sehr schwierigen Marktumfeld vergleichsweise gut entwickelt. Das Geschäftsmodell einer ganzheitlichen Entwicklungskompetenz habe Bertrandt durch sein neues Technikum nachhaltig gestärkt und damit die Grundlage für zukünftiges Wachstum gelegt.

Dass auch der Kapitalmarkt von den längerfristigen Entwicklungsmöglichkeiten des Geschäftsmodells überzeugt sei, zeige sich in der sowohl aus historischer Sicht als auch aus Wettbewerbssicht nach wie vor vergleichsweise hohen Bewertung der Aktie. So betrage das KGV auf Basis der Schätzungen für das Jahr 2002/03 aktuell 26,2. Kurzfristiges Kurspotenzial lasse sich daraus nicht ableiten.

Längerfristig orientierten Investoren raten die Analysten der Landesbank Baden-Württemberg allerdings nach wie vor, die Bertrandt-Aktie zu halten.




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